Natur im Garten

Junge Gartenkreuzspinnen
Noch sammeln sich die Jungspinnen in Klumpen, bevor sie sich einzeln an ihren Lauffäden auf den Weg machen.
Junge Gartenkreuzspinnen
Große Aufregung bei der kleinsten Berührung

Ein Bericht von Wega Kling

Wo immer sich das Efeu über Jahre ausbreiten durfte, ist es jetzt zur Spätsommerblüte besonders von Bienen heiß umschwärmt. Der kletternde Tausendsassa wärmt also nicht nur Hauswände, begrünt unschönes Mauerwerk und hält Futter und Nistplätze für unsere Vögel bereit. Bei der Gartenplanung sollten wir deshalb auch an die spät blühenden Pflanzen als Nahrungsquelle für unsere Insekten denken. Anregungen kann man sich jetzt beim Beobachten in naturnah gestalteten Gärten und auf den NABU-Seiten holen.

Im Morgentau können wir jetzt besonders gut die faszinierenden Webwerke unserer Spinnen bewundern. Vor allem die Gartenkreuzspinne lässt sich an vielen Stellen im Garten in ihrem Radnetz beobachten. Für die zweijährige Spinnenart ist jetzt die Zeit der Eiablage gekommen und mit etwas Glück entdecken wir den Kokon und etwas später im Jahr auch die schon entwickelten winzigen Spinnchen. Sie überwintern dicht gedrängt im seidenweichen Kokon selbst bei Minustemperaturen von 20 Grad Celsius. Mitte Mai haben die Jungspinnen dann ihren schützenden Kokon verlassen, sich zuvor schon gehäutet und sind jetzt in kleinen "Klumpen" an Sträuchern und Hauswänden zu beobachten.

Einen schönen Artikel über die Beobachtung der Gartenkreuzspinne, Baumeister auf acht Beinen, findet man im Archiv von naturschutz heute unter http://www.nabu.de/nabu/nh/archiv/00739.html.