"Fliegender Edelstein" am Saarbrücker Staden

 

Dass die meisten unserer Städte inzwischen eine größere Vielfalt an Vogelarten aufweisen als der so genannte ländliche Raum ist bekannt. Ein Eisvogel am Saarbrücker Staden, also mitten in der Stadt am Fluss, ist aber doch nicht so alltäglich. Unser Eisvogel hatte wohl im Frühlingseifer eine Fensterscheibe für einen Wasserspiegel gehalten und landete ziemlich benommen am Boden.
Zum Glück wurde er sofort entdeckt, behutsam untersucht und in einen dunklen Karton verbracht. Nach einem Telefongespräch mit uns konnten die Retter davon ausgehen, dass der "Fliegende Edelstein" mit dem Schrecken davon gekommen war. So entließen sie ihn nach einer Erholungspause in die Freiheit der Saarwiesen.
Das gefiel uns: Zitat aus der E-Mail Jérôme Masseks, SB, Am Staden:
Im Vergleich zu den Bildern auf denen ich ihn in der Hand halte, war das Foto des fliegenden Vogels schon zum Glücksfall geworden. Neben dieser einen Aufnahme sind eine ganze Handvoll andere entstanden, die dem kleinen Blauen Blitz nicht folgen konnten und auf denen nur noch Gestrüpp zu sehen ist. Aber ich finde, genau das macht die Magie und Unerreichbarkeit der Natur aus. Dass der Eisvogel im Flug trotz all unserer technischen Errungenschaften nur mit viel Glück zu erfassen war, hat mir eindrücklich vor Augen geführt, dass es uns niemals gelingen wird, eine auch nur annähernd vergleichbare Vollkommenheit zu erreichen.

Die Fotos machte Frau Martina Bornmann. Der Retter ist Jérôme Massek.


Wega Kling
NABU Saarbrücken