Bliesgau-Wanderung im April

NABU-Mitglied Walter Rundstadler berichtete bei einer Vorstandssitzung vom Streuobstwiesenprojekt seines Vereins, Bliesgau-Obst e. V.:

Diese wertvollen artenreichen Biotope gehörten früher einmal zur Versorgung der Eigentümer, wurden dann aber lange nicht mehr bewirtschaftet. Und da die Natur schnell und gründlich arbeitet, erkennt nur das geübte Auge auch in dichten Feldheckenstreifen die alten Apfel- und Birnbäume. Im Jahr 2010 nahm der gemeinnützige Bliesgau-Obst e. V. die Pflege und Sicherung der Streuobstflächen in Angriff; Und es ist gleich zu sehen, hier hat sich schon viel getan:

Zugewucherte Obstbäume, darunter stattliche vitale Altbäume, wurden freigestellt, Initialschnitte durchgeführt und Lücken mit jungen Hochstämmen bepflanzt. Finanziert wird das Projekt durch Beiträge, Spenden und öffentliche Fördergelder des europäischen Leader-Programms und des saarländischen Vertragsnaturschutzprogramms. Die Erstpflegekosten teilten sich die Partner, Flächeneigentümer, Regionalverband und Bliesgau-Obst. Inzwischen sind 155 Grundstücke mit insgesamt 17 Hektar und cirka 1250 Obstbäumen rund um Kleinblittersdorf in der extensiven Pflege. Verarbeitung und Vermarktung laufen auf kürzesten Wegen: Das Obst wird durch die Fruchtgetränke Gersheim angekauft und von der Lebenshilfe-Kelterei im Wintringer Hof zu wertvollen Biosphäreprodukten verarbeitet.

Wega Kling, NABU Saarbrücken