Ein Storchennest für`s Saarbrücker Almet NABU Saarbrücken freut sich auf die ersten Mastbesetzer

Bisher sind die NABU-Leute mit vielen Helferinnen und Helfern besonders im Amphibienschutz am Tabaksweiher im Daaler Almet im Einsatz.

Die Idee (2017), auch den Weißstörchen in Saarbrücken Schutz und einen Nistplatz zu bieten, setzten die Aktiven der NABU-Gruppe früher als erhofft um. Das St. Arnualer Naherholungsgebiet "Almet" mit seinen Teichen, Feuchtflächen, Wiesen und Schrebergärten lockte schon einmal im vergangenen Jahr ein Weißstorchpaar an, kurz auf der Wiese zu verweilen. Christiane Groß und Rainer Frenkel stellten auf unsere Anfrage gerne ihr weitläufiges Gelände zur Verfügung. An Nahrung für den Storch dürfte es im Almet nicht mangeln, und so hoffen die NABU-Leute darauf, dass sich bald Interessierte an der Luxuswohnung auf der Alpakafarm einfinden. Für 2018 dürften alle Störche schon niedergelassen sein, aber man weiß ja nie, vielleicht gibt es noch Nachzügler. 

Mit Herzblut und Muskelkraft waren beteiligt:

Günther und Monika Braun, Norbert Fugmann, Christiane Groß und Rainer Frenkel (Alpakafarm) und die Helfer bei der Aufstellung des Mastes am 21.4.2018: Ralf Kohl, Sacha Thil, Helmut Wilms und Werner Bollinger. 

Fotoreportage, deshalb leider nicht an der Schippe: Wega Kling

Ein Nistturm für Mehlschwalben

Am  18.8.2017 übergaben der NABU Saarbrücken und der NABU Fechingen-Kleinblittersdorf einen Schwalbenturm auf dem alten Friedhof in Saarbrücken-Güdingen, Saargemünder Straße in einer kleinen Feier seiner Bestimmung. Von der Idee Anfang 2015 bis zur Umsetzung vergingen zwar fast zweieinhalb Jahre, aber insbesondere die Zusammenarbeit mit der Stadt Saarbrücken verlief ausgesprochen erfreulich. Nachdem der Turm geliefert war, konnten die behördlichen Vorgaben über Freigabe des Standorts, Bauantrag und interne Abstimmung des Umweltausschusses und des Bezirksrats Halberg der Stadt Saarbrücken innerhalb von 2 Monaten durchlaufen werden. 

Auch innerhalb des NABU Saarbrücken und des NABU Fechingen-Kleinblittersdorf verständigten wir uns sehr schnell über eine gemeinsame Finanzierung des Projekts, so dass die Einweihung in einer größeren Runde gefeiert werden konnte. Wir wünschen uns alle, dass unsere Schwalben diese Nisthilfe möglichst schnell entdecken und annehmen werden.

Warum aber brauchen wir einen von Menschenhand gefertigten Turm? Schwalben und Mauersegler sind ein wichtiger Bestandteil der biologischen Vielfalt. Sie leisten einen bedeutenden Beitrag dazu, dass unsere Natur im Gleichgewicht bleibt. Als Insektenvertilger betreiben sie u.a. eine aktive Schädlingsbekämpfung in der Landwirtschaft. Leider sind die Bestände von Schwalben im Umfeld der Menschen seit Jahren im Saarland rückläufig. Der Strukturwandel, Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden, die Versiegelung der Landschaft und auch die Beseitigung von Nestern sind dafür verantwortlich. Der Mangel an geeignetem Nistmaterial, fehlende Nistplätze und ein mangelndes Nahrungsangebot sind die Folgen. Dies ist auch ein Grund, warum Schwalben und Mauersegler unter Naturschutz gestellt wurden.

18.8.2017, Norbert Fugmann, NABU Saarbrücken

Hier geht es zu den Fotos vom Aufbau des NABU-Schwalbenturms.

Eine Ente will hoch hinaus

Junge Familie auf dem Weg ins Gewässer. Foto: G.Zach
... und in ihrem Element. Foto: G. Zach
"Hausbesetzung" mit den ersten zwei Eiern. Foto: G. Schreiber
Entspanntes Brüten. Foto:G. Schreiber
Der bildschöne Nachwuchs. Foto:G. Schreiber

 

Ungewöhnliche Nistplatzwahl gibt es nicht selten bei unseren tierischen Mitlebewesen. In der Saarbrücker Halbergstraße trieb es eine Stockente aber schon auf die Spitze, als sie einen Blumenkasten auf dem Balkon im sechsten Stock zur Familienplanung aussuchte. Als die Wohnungsinhaber sie entdeckten, hatte sie aus dem Pflanzenbestand und ihren Daunen ein Nest gebaut und mit zwei Eiern die "Hausbesetzung" eingeläutet - eine Unterbrechung oder eine Umsiedlung ist jetzt schwierig. Sie wurde deshalb gerne aufgenommen und ihre "Adoptiveltern" fragten uns um Rat, denn sie erkannten die Gefahr, die für den Nachwuchs in dieser Höhe lauerte. Die Entenmutter lockt die Jungen sobald sie geschlüpft sind aus dem Nest.

Nach meiner Ortsbesichtigung und einigen Instruktionen Günther Zachs für den Tag des Schlüpfens der Jungen wussten Elke und Gisbert Schreiber um die Vorkehrungen, die zum Schutz des Nachwuchses zu treffen waren. Sie kümmerten sich liebevoll und engagiert um "ihre" Ente. Sie ließen ihr allen Freiraum und hielten sich beobachtend im Hintergrund. Ihre Geschichte mit Daisy, wie sie inzwischen hieß, hielten sie in einem Tagebuch fest.

Das abenteuerliche Brüten fand ein gutes Ende: Als die ersten Jungen schlüpften, kam Günther Zach aus Nalbach mit allem Nötigen zu Familie Schreiber und  fing erst behutsam das Alttier und dann jedes einzelne Küken ein, um es an einem ruhigen Gewässer wieder frei zu lassen.

... zum Weiterlesen die Geschichte als PDF-Download

Wega Kling, Frühjahr 2017

 

 

 

 

Delphine und Affen im Hochbaufieber

Ortstermin: 22.April 2016 im Kinderladen Saarbrücken Rodenhof.

Unter fachkundiger Leitung von Guido Geisen bauen Kinder, Eltern und Erzieherinnen ein 3 m langes Hochbeet für Gemüse und Kräuter. Umwelt-und Waldpädagogik wurden hier schon immer groß geschrieben, und so packen alle mit Begeisterung an, sehen schon Radieschen, Kürbis, Salat und Möhren sprießen.

Es wird gesägt, gebohrt, geschraubt, geschnitten und gehackt. Der Holzrahmen wird mit Folie und Drahtgeflecht ausgekleidet und mit allem gefüllt, was für ein gutes Wachstumsklima notwendig ist. Die Kinder bringen Säcke und Schubkarren voll mit groben Gartenabfällen, Grasnarben, Laub, Stroh, Mist, kleingeschnittenem Astwerk und Komposterde, die vom ZKE spendiert wurde. Dafür halten die Kinder beim wöchentlichen Waldtag schon lange den Wald in der Umgebung sauber, indem sie den Müll unvernünftiger Mitmenschen einsammeln.

Dank dieses von der NAJU im NABU Saarland gesponsorten Projekts wird im Kinderladen nun eifrig gesät und gepflanzt.

Alle sind gespannt und freuen sich auf das Wachsen, Ernten und Genießen.

Ute Fugmann

 

 

Komfortkasten statt Aschenbecher NABU hängt Nistkästen bei Burger King auf

Anfang April bekamen wir die Nachricht, dass im vergangenen Frühjahr Meisen im Aschenkasten an der Burger-King-Terrasse gebrütet hätten. So ungemütlich sollten die Vogeleltern es dieses Jahr wirklich nicht haben. Und so vereinbarte der NABU Saarbrücken mit der Geschäftsleitung, an den Bäumen am Parkplatz einige Nistkästen anzubringen. Unser Aktiver Günther Braun baute schnell passende Kästen und brachte sie noch am 9. April an den Bäumen an. Ob Familie Meise oder auch andere die neuen Behausungen finden und annehmen, werden wir dann nachschauen.

April 2016 WK

Bilder zur Bliesgau-Wanderung im April

NABU-Mitglied Walter Rundstadler berichtete bei einer Vorstandssitzung vom Streuobstwiesenprojekt seines Vereins, Bliesgau-Obst e. V.:

Diese wertvollen artenreichen Biotope gehörten früher einmal zur Versorgung der Eigentümer, wurden dann aber lange nicht mehr bewirtschaftet. Und da die Natur schnell und gründlich arbeitet, erkennt nur das geübte Auge auch in dichten Feldheckenstreifen die alten Apfel- und Birnbäume. Im Jahr 2010 nahm der gemeinnützige Bliesgau-Obst e. V. die Pflege und Sicherung der Streuobstflächen in Angriff; Und es ist gleich zu sehen, hier hat sich schon viel getan:

Zugewucherte Obstbäume, darunter stattliche vitale Altbäume, wurden freigestellt, Initialschnitte durchgeführt und Lücken mit jungen Hochstämmen bepflanzt. Finanziert wird das Projekt durch Beiträge, Spenden und öffentliche Fördergelder des europäischen Leader-Programms und des saarländischen Vertragsnaturschutzprogramms. Die Erstpflegekosten teilten sich die Partner, Flächeneigentümer, Regionalverband und Bliesgau-Obst. Inzwischen sind 155 Grundstücke mit insgesamt 17 Hektar und cirka 1250 Obstbäumen rund um Kleinblittersdorf in der extensiven Pflege. Verarbeitung und Vermarktung laufen auf kürzesten Wegen: Das Obst wird durch die Fruchtgetränke Gersheim angekauft und von der Lebenshilfe-Kelterei im Wintringer Hof zu wertvollen Biosphäreprodukten verarbeitet.